HNO Praxis Boele, Dr. med. Stefan Flüshöh, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Diagnostik
Wünschen Sie weitere Informationen über unsere moderne HNO-Diagnostik? Klicken Sie einfach auf die nebenstehenden Begriffe und es öffnen sich weiterführende Informationen. Selbstverständlich beantwortet auch das Praxisteam Ihre Fragen persönlich.
Schnarchen kann harmlos aber störend sein, dann spricht man von „habituellen“ Schnarchen ohne Krankheitswert.
Davon abzugrenzen ist das „obstruktive Schlafapnoesyndrom“ (OSAS), bei dem es zu nächtlichen Atemstillständen mit Sauerstoffabfällen kommt.
Bei diesem Krankheitsbild kommt es neben der Tagesmüdigkeit zu einem Erhöhten Schlaganfall und Herzinfarktrisiko.
Durch eine ambulante Untersuchung kann das Schlafmuster erfasst und analysiert werden. Ein kleiner Computer (etwas größer als eine Zigrettenschachtel) wird angelegt und dieses Gerät zeichnet nachts verschiedene Werte (Pulsschlag, Sauerstoffsättigung, Atembewegungen etc. auf)
Am nächsten Tag werden die aufgezeichneten Daten in der Praxis ausgewertet, die Ergebnisse und das weitere Vorgehen, evtl. Therapiealternativen (Atemmaske, Kieferschiene, oder OP) besprochen.

Mit der Tonaudiometrie wird das Hörvermögen, die Hörschwelle gemessen, ab der der Patient Töne wahrnimmt.
Die Sprachaudiometrie ist ein erweitertes Meßverfahren, mit dem man das Sprachverständnis ermittelt, d.h. bei welcher Lautstärke Zahlen und Wörter verstanden werden. Das ist z.B. wichtig für die Anpassung von Hörgeräten, aber auch bei der Diagnostik akuter Hörstörungen (z.B. Hörsturz).

Bei der sog. B-Mode- Sonographie können ohne Strahlenbelastung Querschnittsbilder z.B. der Halsregion angefertigt werden.
Bei akuten oder chronischen Veränderungen (z.B. Lymphknoten) kann hier eine Erstdiagnostik und Verlaufskontrolle erfolgen, letztere ist z.B. Bestandteil der Tumorvor- und -nachsorge.

Die allergologische Diagnostik beinhaltet neben der Anamnese einen Pricktest, bei dem das Allergen in abgeschwächter Form in die oberste Hautschicht gepiekt wird, auch im Einzelfall Blutuntersuchungen (RAST und Gesamt-IgE).
Hier wird im Rahmen einer erweiterten Diagnostik gemessen, gegen welchen Stoff/Allergen der Körper Antikörper gebildet hat.
Sollte trotz dieser Messungen noch eine Restunsicherheit bzgl. Des Allergens bestehen (z.B. vor Einleitung einer 3-jährigen Immuntherapie) wird noch ein nasaler Provokationstest durchgeführt. Hier wird das Allergenextrakt (z.B. Hausstaubmilbe) in die Nase gesprüht und danach gemessen, ob die Nasenatmung schlechter wird. Diese Nasendurchflußmessung nennt man Rhinomanometrie.

Die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde ist das „sinnlichste“ Fach der Medizin, von den 6 Sinnen (Riechen, Schmecken, Tasten, Hören, Sehen, Gleichgewicht) befinden sich 5 im HNO-Gebiet (die Zunge ist auch das empfindlichste Tastorgan des Körpers)
Bei o.g. Tests werden die 4 Geschmacksqualitäten überprüft, der Riechtest erfolgt mit Hilfe von „sniffin`sticks“. Durch eine Kombination der Untersuchungen kann ein Geruchstverlust/
-minderung oder ein Geschmacksdefizit erkannt werden. Geruchs- und Geschmackssinn sind eng verknüpft.

Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL)
Bösartige Krebserkrankungen der oberen Atemwege (Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf) nehmen zu, auch bei Frauen, da sich auch deren Rauch- und Trinkverhalten in den letzten Jahren geändert hat.
Rauchen und der regelmäßige Genuß von Alkohol, selten auch Infektionen mit HPV zählen zu den Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung eines bösartigen Tumors der oberen Luft-und Speisewege.
Hauptsymptome sind Heiserkeit, Schluckbeschwerden und, sehr spät, Luftnot.
Leider werden diese Tumoren häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.
Bei entsprechenden Symptomen ist dringlich eine HNO-ärztliche Fachuntersuchung anzuraten und die Kosten werden auch von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.
Den Empfehlungen des Deutschen Berufsverbandes der HNO-Ärzte folgend bieten wir Ihnen aber auch eine Krebsvorsorgeuntersuchung an, deren Kosten allerdings nicht von der Gesetzlichen Krankenkasse getragen werden und als Selbstzahlerleistung abgerechnet werden.
Diese Krebsvorsorge beinhaltet eine HNO-ärztliche Untersuchung mittels Videoendoskop und Ultraschall, d.h. die Befunde können direkt am Bildschirm gezeigt und digital auf einen USB-Stick gespeichert werden, dieser ist Teil des Vorsorgepasses, er dann mit den aktuellen Befunden ausgehändigt und ggfs. jährlich aktualisiert werden kann.
Sprechen Sie uns an.

"kleine Variante" der oben beschriebenen Untersuchung

HNO-ärzliche Untersuchung,incl. Nasenendoskopie (starr oder flexibel) incl. Tonaudiometrie, Trommelfellschwingungsuntersuchung (Tympanometrie)
Sprechen Sie uns an.

Die Ursachen eines plötzlichen Hörverlustes/Hörsturzes können trotz ausführlicher Diagnostik nicht immer einwandfrei geklärt werden. Nach gängiger Lehrmeinung handelt es sich entweder um Mikrozirkulationsstörungen, also Durchblutungsstörungen in den kleinsten Blutgefäßen des Ohres oder aber Entzündungsreaktionen in diesen mikroskopisch kleinen anatomischen Strukturen. Die „Spontanheilung“ eines Hörsturzes liegt bei ca. 60-70 % innerhalb weniger Tage. Früher wurden aber alle Hörstürze therapiert, um die besten Heilungschancen zu ermöglichen.
Mittel der Wahl waren hier durchblutungsfördernde Infusionen ( z.B. mit Pentoxyphyllin).
Da diese Infusionen (übrigens bis vor wenigen Jahren „Goldstandard“ in der Therapie des Hörsturzes) in wissenschaftlichen Studien aber ihre Wirksamkeit nicht beweisen konnten wurde sie aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen.
Wir bieten die Infusionstherapie bei Hörsturz und Tinnitus als IGeLeistung an.
Dafür steht ein eigener Infusions-/Überwachungsraum mit Videokameraüberwachung und Notrufschalter (für die Patientensicherheit) zur Verfügung.

Bei bestimmten Indikationen (hochgradiger Hörsturz oder erfolglose Infusiontherapie) wird in örtlicher Betäubung eine Injektion mit hochdosiertem Cortison in das Mittelohr durchgeführt. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, daß das Cortison in hoher Dosierung direkt am Innenohr, genauer gesagt dem runden Fenster, der Grenze zum Innenohr, ankommt und dort wirken kann, ohne vorher einmal den gesamten Körperkreislauf durchlaufen zu haben (Nebenwirkungen).

Eine Ursache für Schnarchen ist häufig ein schlaffes Gaumensegel oder Gaumenbögen, die beim Schlaf im Atemstrom flattern und Geräusche erzeugen, im schlimmsten Fall zurückfallen und die Atmung blockieren (OSAS)
Aber auch eine Nasenatmungsbehinderung durch chronisch verdickte Nasenmuscheln (z.B. bei Heuschnupfen-Allergikern) kann quälend sein und Nasentropfen sind auf Dauer schädlich.
Durch eine relativ milde chirurgische Maßnahme (Radiofrequenzchirurgie) kann das überschüssige Schleimhautgewebe „gestrafft“ werden, indem in örtlicher Betäubung das Unterschleimhaut-Bindegewebe kurz verkocht wird, das führt nach 2 Wochen zu einer Narbenschrumpfung und Straffung des Gewebes.

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